Butterschmalz / Ghee selbst gemacht

2 Methoden um Butterschmalz selbst herzustellen

Selbst gemachtes Butterschmalz (auch Ghee genannt) ist das reine Butterfett ohne das Milcheiweiß und den Milchzucker, welche sich in der Butter befinden.

Butterschmalz kann höher erhitzt werden als Butter und somit zum Braten und Frittieren verwendet werden. Ebenso kann es bedenkenlos in größeren Mengen in Gerichten, die eingekocht werden, hinzufügt werden.

Selbst gemachtes Butterschmalz hat einen intensiveren Geschmack als gekauftes. Auch der Geruch ist angenehmer, denn es gibt Sorten zu kaufen, die beim Erhitzen einen äußerst eigenartigen Geruch entwickeln (von diesem ist mir immer ganz flau in der Magengegend geworden).

Frisch abgefülltes Butterschmalz / Ghee ist noch flüssig und klar

Beim Abfüllen muss darauf geachtet werden, dass wirklich nur das reine Butterschmalz in die Behältnisse kommt und keine Molkerückstände mit hineingeraten. Wenn sauber gearbeitet wird, so ist auch ohne Kühlung eine Haltbarkeit von einigen Monaten gegeben. Mit sauber arbeiten ist gemeint, dass wirklich keinerlei Rückstände der Molke vorhanden sind.

Die Herstellung von Butterschmalz ist dermaßen simpel und gehört seit vielen Jahren zu uns, sodass ich nie daran gedacht habe eine Anleitung im Rezeptteufel zu veröffentlichen. Doch, es soll tatsächlich Menschen geben, die nicht wissen, wie man es zubereitet.

Jetzt kann man sich streiten ob das von uns benannte Butterschmalz mit dem indischen Ghee vergleichbar ist. Die Tradition und Denkweise die hinter dem indischen Ghee steckt ist eindeutig vielseitiger.

Mit diesen zwei Methoden stellen wir unser Butterschmalz her (Methode 1 ist unser Favorit):

Butterschmalz

Anleitung um auf 2 Arten Butterschmalz selbst herzustellen
Rezept ausdrucken
Vorbereitung3 Min.
Garzeit1 Std. 30 Min.
Zeit gesamt1 Std. 33 Min.
Die Zahl im Feld ändern und das Rezept umrechnen
Menge / Portionen350 Gramm circa
Zutaten
  • 500 g Butter
Zubereitung
Methode 1 - durch langsames Erhitzen, abkühlen und abwaschen
  • Die Butter in einen Topf geben und bei sehr geringer Hitzezufuhr langsam schmelzen.
    Die Molke bleibt am Topfboden und das Fett schwimmt oben. Nun lässt man alles abkühlen und stellt den Topf in den Kühlschrank oder einen anderen kalten Ort.
    Am
    nächsten Tag das feste Fett aus dem Topf nehmen und die anhaftenden Molkerückstände unter Wasser abwaschen. Das Fett in einem sauberen Topf nochmals langsam erhitzen und wieder abkühlen lassen. Das feste Fett wieder aus dem Topf nehmen und unter Wasser abwaschen.
    Jetzt wird das Fett zum dritten Mal in einem sauberen Topf erhitzt und durch ein sehr feines Sieb oder ein Teefilterpapier in Gläser abgefüllt. Darauf achten, dass eventuell am Topfboden anhaftender Satz nicht mit in den Filter gerät.
Methode 2 (kann auch angewandt werden, wenn bei Methode 1 Molkebläschen aufsteigen weil die Butter zu stark erhitzt wurde)
  • Die Butter in einen Topf geben und bei niedriger Hitze schmelzen. Ist die Butter geschmolzen, so wird die Hitze etwas erhöht, die Butter sollte leicht köcheln. Darauf achten, dass die Butter nicht braun wird. Die Butter leicht köcheln lassen, bis das Wasser verdampft und sich Schaum auf der Oberfläche bildet. Diesen Schaum  immer wieder mit einer Schaumkelle abschöpfen. Diesen Vorgang muss man immer wieder wiederholen, bis kein neuer Schaum mehr entsteht. Die Bestandteile, die sich am Boden des Topfes gebildet haben dürfen während des ganzen Vorgangs nicht bräunen.
    Sobald das Wasser verdunstet ist (es steigt kein Dampf mehr aus dem Topf auf) wird das Butterschmalz durch ein sehr feines Sieb oder einen Teefilter in Gläser abgefüllt. Darauf achten, dass am Topfboden anhaftender Satz nicht mit in den Filter gerät.
    Der Vorgang dieser Methode kann 1,5 bis 2 Stunden dauern.
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