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Nusszopf im Glas eingeweckt

Nusszöpfe im Glas gebacken und danach eingeweckt

Ist ein Nusszopf im Glas eingeweckt, so fehlt nur noch eine leckere Tasse Kaffee (gerne auch Tee oder Milch) und der Genuss kann starten.  

Dieses Rezept haben wir von unserem “normalen” Nusszopf-Rezept für das Backen im Weckglas angepasst. Es wird eine andere Technik angewendet um die Schichten von Teig und Füllung in das Glas zu bekommen. Und, ganz wichtig, es ist sinnlos eine Zuckerglasur auf die gebackenen Zöpfe zu streichen, da diese beim „Einwecken“ verflüssigt, an den Seiten des Glases entlang läuft und und in den Kuchen einzieht. Bei der Aprikosenglasur passiert diese nicht, denn diese bleibt auf der Oberfläche des Gebäcks.

Welches Triebmittel verwendet wird, liegt im eigenen Geschmack und wohl auch darin, ob überhaupt eine Lievito Madre (italienische Mutterhefe) vorhanden ist. Früher haben wir unsere Nusszöpfe immer mit Hefe gebacken, inzwischen allerdings nur noch mit einer Lievito Madre.

Nusszopf nur mit Lievito Madre
Der Nusszopf kann mit einer Lievito Madre (italienische Mutterhefe) gebacken werden, die neu aufgefrischt wurde. Unsere Vorgehensweise: Etwas Anstellgut von der Lievito Madre abnehmen, im Verhältnis 1:1:0,5 (1 Teil Lievito Madre, 1 Teil Weizenmehl Type 550, 0,5 Teil Wasser) vermengen und ca. 4 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Der Teig sollte sich mindestens verdoppeln, noch besser das 3fache Volumen erreichen. Dieses ist dann die Lievito Madre, die für den Zopf verwendet wird.

Nusszopf nur mit Hefe
Ist keine Lievito Madre vorhanden so kann der Teig mit 21 g frischer Hefe zubereitet werden.

Der Nusszopf im Glas ist, wenn richtig zubereitet, ca. 6 Monate im kühlen Keller haltbar (unserer Erfahrung nach auch länger).

Es sind zwei Glasgößen angegeben, dieses kommt daher, dass meine persönlichen Erfahrungen mit 370 ml Volumen genau passend sind, während andere Zopf-im-Glas-Bäckerinnen eher Gläser mit 580 ml Volumen verwenden da der Teig stärker aufgeht.

Bilder vom Nusszopf im Glas

Und hier das Rezept wie Nusszopf im Glas eingeweckt wird (6 Gläser)

5 von 1 Bewertung

Nusszopf im Glas eingeweckt

Nusszöpfe im Glas gebacken und danach eingeweckt
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Vorbereitung30 Min.
Garzeit25 Min.
Zeit gesamt55 Min.
Zeit mit Wartezeit unter 5 Stunden
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Menge / Portionen6 Gläser a 370 ml oder 580 ml Volumen
Zutaten
Für den Teig
  • 275 g Weizenmehl Type 550
  • 140 g Lievito Madre - aufgefrischt - oder 21 g frische Hefe
  • 25 g brauner Rohrohrzucker - oder Haushaltszucker
  • 125 ml Milch
  • 40 g Butter
  • 1 Ei - Größe M
  • 1 Prise Salz
Für die Füllung
  • 150 g Haselnüsse - gemahlen
  • 100 g brauner Rohrohzucker - oder Haushaltszucker
  • 50 g Semmelbrösel
  • 1 TL Zimt - gemahlen, gestrichener Teelöffel
  • 1 Ei - Größe M
  • 125 ml Milch - handwarm
Für die Aprikotur
  • 20 g Aprikosenkonfitüre - ohne Fruchtstücke
weiterhin
  • 6 Weckgläser (Sturzgläser) inkl. Gummiringe und Klammern - 370 ml oder 580 ml Volumen
Zum Ausfetten der Gläser
  • Butter
  • Haselnüsse - gemahlen
Zubereitung
Gläser vorbereiten
  • Die Gläser und Deckel in kochendem Wasser sterilisieren, mit Butter einfetten und mit gemahlenen Haselnüssen ausstreuen.
    Die Gummiringe müssen in kochendem Wasser sterilisiert werden, danach im Wasser liegen lassen.
Teig zubereiten
  • Alle Zutaten für den Teig zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abgedeckt ca. 60 Minuten gehen lassen.
Nussfüllung zubereiten
  • Alle Zutaten für die Füllung gründlich verrühren.
Teig mit Füllung versehen
  • Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 40 x 50 cm ausrollen.
    Die Füllung auf dem Teig verteilen, dabei rechts und links einen Rand von ca. 1 cm frei lassen. Das Rechteck von der Längsseite aufrollen.
Zöpfe formen (siehe auch Bilder der Zubereitung)
  • Die gefüllte Teigrolle ohne Druck  in 6 gleichmäßige Stücke von ca. 7,5 cm schneiden (Wellenschliffmesser). 
    Jede kleine Teigrolle aufstellen, mit einer Schere bis zu Hälfte einschneiden, die eingeschnittenen Hälften jeweils ebenfalls mit der Schere einschneiden.
    Die eingeschnittenen Viertel über das ungeschnittene Stück legen, die eingeschnittenen Viertel sollten die Arbeitsfläche berühren. Das so entstandene Zopfimitat jeweils in ein ausgestreutes Weckglas legen.
Teig gehen lassen
  • Die Gläser mit einem feuchten Tuch abdecken und ca. 1,5 bis 2 Stunden aufgehen lassen.
Backofen vorheizen, Zöpfe backen
  • Während der Zopf geht den Backofen auf 180 °C (Ober-Unterhitze) vorheizen.
    Die Gläser auf einem Gitterrost auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Backofen stellen und ca. 25 Minuten backen.
    Nach dem Backvorgang die Ofentür öffnen und die Gläser 10 Minuten im geöffneten Ofen stehen lassen, damit der Kuchen etwas von seiner überschüssigen Feuchtigkeit verliert.
Zöpfe aprikotieren
  • Während die Zöpfe im Backofen sind die Aprikosenkonfitüre durch ein Sieb streichen und mit dem Wasser in einen Topf geben. Kurz erhitzen, bis die Masse flüssig ist.
    Die warmen bis heißen Zöpfe während der 10-minütigen Ausdampfphase mit der Aprikosenmasse bestreichen.
Verschließen der Gläser und sterilisieren
  • Die sterilisierten Gummiringe auf die Deckel legen. Die Gläser damit verschließen (Vorsicht Verbrennungsgefahr für die Finger) und die Klammern aufsetzen.
    Die Gläser nun auf ein mit ca. 2 cm lauwarmen Wasser befülltes Backblech geben und bei 100 °C (Ober-Unterhitze) in ca. 30 Minuten sterilisieren.
    Alternativ kann auch ein Einkochautomat verwendet werden.
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2 Kommentare
  1. Martin :

    Hm, ich habe das heute mal probiert, aber ich habe die Rolle nicht zum stehen gebracht. Das war alles viel zu weich.
    Wo könnte der Fehler liegen? Ich hab jetzt alles in brioche förmchen gesteckt und jetzt wird gebacken. Die teig Konsistenz war ok, er lies sich prima ohne reißen und kleben sehr dünn ausrollen. Abee mit der Nussmasse zusammenrollen so dass ich die geschnittenen Rollen hinstellen kann, das funktioniert nicht.
    Gruß

    1. Heike (Rezeptteufel/in) :

      Hallo Martin,

      die Teigrolle ist im geschnittenen Zustand nicht richtig fest sondern eher weich, aber wie auf den Bildern zu sehen ist steht sie.
      Eventuell war der Teig zu dünn ausgerollt und es hilft wenn die Teigplatte etwas kleiner ist? Anders kann ich mir das Problem eigentlich nicht erklären da es sowohl bei mir als auch bei einer Bekannten immer klappt.
      Viele Grüße
      Heike