Westfälischer Pfeffer-Potthast

Westfälischer Pfeffer-Potthast ist ein leckeres Schmorgericht vom Rind. Es ähnelt im entferntesten Sinne einem Gulasch, hat jedoch (zumindest bei uns) einen intensiven Pfeffergeschmack.

Wir kochen Pfefferpotthast so, wie ich das Rezept aus meinen Dortmunder Zeiten kenne. Im Gegensatz zu vielen Rezepten, die es in den Weiten des Internets gibt, geben wir weder Kapern noch Gewürzgurken in das Gericht. Zur Bindung des Pfeffer-Potthast geben wir Paniermehl hinzu und der pfeffrige Geschmack wird aus grob gestoßenem schwarzem Pfeffer erzeugt. Dieser Pfeffer sollte wirklich erst hinzugefügt werden, wenn das Fleisch schon gar ist. Wird der Pfeffer zu früh hinzugefügt,  so wird das Gericht sehr scharf.
Da wir einen intensiven Pfeffergeschmack mögen, geben wir einen Esslöffel schwarze Pfefferkörner (inklusive Nelken und Lorbeerblätter) in ein Tee-Ei und kochen dieses mit. So gibt der Pfeffer zwar seinen Geschmack an das Gericht, schärft es jedoch nicht wirklich.

Eine interessante Definition zu Pfefferpotthast findet sich auf Wikipedia, dort wird sogar das Pfefferpotthast-Fest auf dem alten Markt in Dortmund erwähnt. Hach, welch Erinnerungen an vergangene Zeiten kommen dabei auf …

Ob Salzkartoffeln dazu gereicht werden oder nicht, liegt im Geschmack jedes Einzelnen, auf jeden Fall gehört eine leckere eingelegte Gewürzgurke (zum Rezept für Gewürzgurken) dazu, oder auch zwei, oder drei.

Das Rezept für Westefälischen Pfeffer-Potthast wie wir es zubereiten:

Westfälischer Pfefferpotthast

Pfefferpotthast aus Westfahlen
Rezept ausdrucken
Vorbereitungszeit10 Minuten
Zubereitungszeit2 Stunden
Zeit gesamt2 Stunden 10 Minuten

Die Zahl im Feld ändern und das Rezept umrechnen

Menge / Portionen6 Portionen
Zutaten
  • 1500 g Rindergulasch (oder ein Stück mageres Rindfleisch zum Schmoren)
  • 1250 g Zwiebeln
  • 4 EL Öl (oder traditionell Schweineschmalz)
  • 1 L Brühe
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner (ganz)
  • 3 Gewürznelken
  • 2 Lorbeerblätter
Zur Bindung und zum abschließenden Würzen
  • 50 g Paniermehl (Semmelbrösel)
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner (grob gestoßen)
  • - - Salz
  • 1 EL Zitronensaft
Anleitung
  • Das Fleisch unter fließendem Wasser abspülen und mit einem Küchenkrepp trocken tupfen.
  • Die Schale von den Zwiebeln abziehen, die Zwiebeln in nicht zu feine Würfel schneiden.
  • Das Fett in einem Bräter oder einer Pfanne erhitzen und das Fleisch portionsweise darin anbraten. Die Hitze sollte relativ hoch sein, damit beim Anbraten kein Wasser aus dem Fleisch tritt und das Fleisch somit eher kocht als brät. Das angebratene Fleisch auf einen Teller geben und die nächste Portion Fleisch anbraten.
  • Das gesamte Fleisch wieder in den Bräter geben, die Zwiebelwürfel hinzufügen und diese schmoren lassen, bis sie anfangen, weich zu werden.
  • Das Tee-Ei mit den Pfefferkörnern, Nelken und Lorbeerblättern befüllen, verschließen und mit in den Bräter geben. Die heiße Brühe angießen, einmal aufkochen lassen und den Deckel auf den Bräter geben.
  • Unter gelegentlichem Umrühren ca 1,5 bis 2 Stunden schmoren. Wenn das Fleisch weich ist, das Paniermehl zur Bindung hinzufügen, den grob gestoßenen Pfeffer hinzufügen und nochmals kurz aufkochen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
Rezepthinweise
Dazu werden Essig- oder Gewürzgurken serviert. Wer möchte, kann noch Salzkartoffeln oder Stampfkartoffeln als Sättigungsbeilage reichen.

 

Das könnte auch gefallen
2 Kommentare
  1. Kai :

    Großes Lob.
    Heute gekocht. War sehr lecker. Habe die Soße mit Speisestärke gebunden. Wir haben dazu Rote Beete und Kartoffeln gegessen. Wirklich Sau Lecker5 stars

    1. Heike Straub (Rezeptteufel/in) :

      Hallo Kai,

      vielen Dank für das große Lob.
      Mit Roter Beete kenne ich Pfefferpotthast nicht, kann ich mir aber sehr gut vorstellen. Das wird ausprobiert. Danke!
      Viele Grüße
      Heike

Hinterlasse einen Kommentar


Kommentare werden vor der Veröffentlichung gesichtet.

Es findet keine Speicherung der IP-Adresse statt und die eingefügte Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Für weitere Informationen verweisen wir auf unsere Datenschutzerklärung.
Hinweis: Kommentare mit werblichen Inhalten oder Links zu werblichen Seiten werden nicht veröffentlicht.

Rezept Bewertung