Zwetschgen einkochen (trocken einwecken)

Zwetschgen ohne Flüssigkeitszugabe einkochen

Zwetschgen einkochen (trocken einwecken)

Vom 31.08.2019

Update 17.09.2023

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Zwetschgen einkochen funktioniert wunderbar, indem sie „trocken“ eingekocht werden. Trocken bedeutet: ohne Zugabe von jeglicher Flüssigkeit wie z. B. Wasser, Zuckerwasser, Saft oder Ähnlichem.

Es ist auch nicht zwingend notwendig Zucker zu den Zwetschgen hinzuzufügen, da die reifen Früchte – unserer Meinung nach – an sich genug Fruchtzucker in sich tragen. Die eingeweckten Zwetschgen behalten ihre Form, sind jedoch unserer Erfahrung nach nicht mehr bissfest. Zwetschgen weisen einen mittleren bis hohen Pektingehalt (natürliches Geliermittel) auf und die Konsistenz des Saftes, den die Zwetschgen beim Einkochen verlieren, wird sirupartig.

Zwetschgen in der Saison trocken einkochen bedeutet den puren Fruchtgenuss außerhalb der Saison genießen.

Eingeweckte Zwetschgen schmecken pur „aus dem Glas“, als eine Art Kompott zu Joghurt, Vanilleeis, Milchreis, Grießbrei und Vanillepudding. Sie finden bei uns ihre Verwendung in selbst gemachtem winterlichem Zwetschgeneis und in allem, in dem gegarte Zwetschgen vorkommen. Für Zwetschgenkuchen verwenden wir jedoch grundsätzlich frische Früchte.

Zwetschge oder Pflaume? Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume und dennoch kommt es bei der Bezeichnung immer darauf an, in welcher Region man wohnt. Mein schöner Garten erklärt den Unterschied.

Schon seit einigen Jahren kochen wir Zwetschgen trocken ein und erhalten aus circa 2,5 kg Zwetschgen 6 Weckgläser mit 580 ml Volumen. Statt Weckgläser können auch Twist-of-Gläser mit Deckel (Schraubdeckelgläser) verwendet werden. Ebenso kann das Volumen der Gläser größer oder kleiner sein, die Einkochzeit bleibt gleich und verändert sich nicht.

Bilder zum Rezept Zwetschgen einkochen

5 von 19 Bewertungen

Zwetschgen trocken einkochen

Zwetschgen einkochen bzw. einwecken ohne Flüssigkeitszugabe
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Vorbereitung45 Min.
Zeit gesamt1 Std. 15 Min.
Einkochen im Einkochautomat 30 min bei 100 °C
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Gebe in dem Mengenfeld die gewünschte Menge ein und das Rezept wird sofort umgerechnet. Alternativ können weitere Umrechnungsmöglichkeiten über die darunter stehenden Buttons verwendet werden.

Menge / Portionen:6 Gläser zu je 580 ml Volumen
Zutaten
  • 2,5 kg Zwetschgen
Spezielles Zubehör
Weckläser inkl. Gummiringe und Klammern
Twist-of-Gläser mit Deckel (Schraubdeckelgläser)
Anleitung
Gläser vorbereiten
  • Die Gläser und Deckel in kochendem Wasser sterilisieren und kopfüber auf ein sauberes Küchentuch stellen.
    Es genügt allerdings auch, die Gläser z. B. in der Spülmaschine durchlaufen zu lassen.
    Bei Verwendung von Weckgläsern werden die Gummiringe in Wasser mit etwas Essig ausgekocht.
Zwetschgen vorbereiten
  • Die Zwetschgen gründlich waschen, abtrocken und danach eventuell vorhandene Stiele von den Früchten entfernen.
    Die Früchte an der Einkerbung entlang mit einem Messer rundherum bis zum Stein einschneiden. Die angeschnittenen Hälften gegeneinander drehen und dabei das Fruchtfleisch vom Stein lösen.
    Bei großen Mengen lohnt es sich das Entfernen des Steins mittels eines speziellen Entsteiners (Pflaumenentsteiner) vorzunehmen und die Zwetschgen danach in zwei Hälften zu schneiden.
Gläser befüllen und einkochen
  • Die Zwetschgenhälften mit der Schnittfläche nach unten in das Einmachglas geben und möglichst eng übereinanderstapeln. Das Einmachglas oder Weckglas sollte bis zum oberen Rand gefüllt werden.
    Den Rand der Gläser säubern und mit den Deckeln (bei Weckgläsern mit Gummi, Deckeln und Klammern) verschließen.
    30 Minuten bei 100 °C im Einkochautomaten oder Topf einkochen. 

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19 Kommentare

  1. P. Klein 9. Oktober 2022 um 17:02 

    Moin, wir haben das Rezept ausprobiert. Soweit so gut.! Bei drei Weckgläsern bildete sich trotz intakten Vakuum heller weisser Schimmelrasen. Schade. Wir sind Anfänger in Bezug auf Einwecken.
    Frage ist es doch besser mit Zuckerlösung zu arbeiten?
    Oder müssen die Gläser doch ziemlich voll gefüllt werden?!
    Lieben Gruss
    Petra Klein

    • Heike Straub (Rezeptteufel/in) 16. Oktober 2022 um 17:12

      Hallo Petra Klein,

      in der Beschreibung der Zubereitung steht: Die Zwetschgenhälften mit der Schnittfläche nach unten in das Einmachglas geben und möglichst eng übereinanderstapeln. Das Einmachglas oder Weckglas sollte bis zum oberen Rand gefüllt werden.

      Ein weißer „eigenartig aussehender Belag“ kann auch entstehen wenn die wachsartige natürliche Schutzschicht auf den Früchten nicht entfernt wurde.

      Aus der Ferne und ohne Bild kann man nicht beurteilen ob es tatsächlich Schimmel ist.
      Wenn die Früchte ohne Schaden waren (auch keine Druckstellen unter der Schale), sauber gearbeitet, die Früchte richtig gesäubert wurden und es sich ein intaktes Vakuum gebildet hat, ist es dann sicher, dass es sich um Schimmel handelt?

      Viele Grüße
      Heike

  2. Nadja 1. September 2022 um 20:56 

    …Hallo,
    Ein wirklich schönes Rezept, ich möchte es auch ausprobieren und meine Frage wäre, kann ich die befüllten Gläser auch im Backofen einkochen?

    LG Nadja

    • Heike Straub (Rezeptteufel/in) 6. September 2022 um 17:20

      Hallo Nadja,

      wir kochen nicht im Backofen ein da es keine sichere Einkochmethode ist und somit möchte ich auch keine Aussagen diesbezüglich tätigen.

      Viele Grüße
      Heike

  3. Lisa 15. August 2022 um 11:40 

    Wäre das Rezept auch 1:1 auf Mirabellen umsetzbar?

    • Heike Straub (Rezeptteufel/in) 21. August 2022 um 10:40

      Hallo Lisa,

      das Rezept ist auch auf Mirabellen umsetzbar, ja.

      Viele Grüße und stets gutes Gelingen
      Heike

  4. Gabi 9. August 2022 um 19:28 

    5 Sterne
    So habe ich einen Teil unserer Renekloden eingekocht. Hat super geklappt.
    Vielen Dank für das tolle Rezept 👍💗

  5. Tanja 7. August 2022 um 14:07 

    Hallo, ich probier das mal aus, wenn hier die Zwetschgen soweit sind… im Moment frage ich mich, ob das auch mit Mirabellen funktioniert…

    • Heike Straub (Rezeptteufel/in) 9. August 2022 um 16:53

      Hallo Tanja,

      trocken einkochen funktioniert mit sehr vielen Früchten und auch mit Mirabellen.

      Viele Grüße und gutes Gelingen
      Heike

  6. Mirjam 23. Juli 2022 um 13:15 

    5 Sterne
    Habe dies auch gemacht, danke für die Info. Die Zwetschgen eigene Flüssigkeit bedeckt die Zwetschgen allerdings nicht, bleiben sie dennnoch gut?

    • Heike Straub (Rezeptteufel/in) 26. Juli 2022 um 7:25

      Hallo Mirjam,

      ja, sie bleiben gut denn es ist ja ein Vakuum im Glas. Es muss nicht immer alles von Flüssigkeit bedeckt sein.

      Viele Grüße und stets gutes Gelingen
      Heike

  7. Jacqueline 24. September 2021 um 10:25 

    5 Sterne
    Liebe Heike
    So, meine Zwetschgen sind eingekocht. Ich habe sie im Ofen eingekocht und war etwas verunsichert weil nichts geblubbert hat. Und jetzt musste ich natürlich sofort ein Glas öffnen um festzustellen, wie sie geworden sind. Sie sind wirklich sehr gut und sind nicht in ein Mus zerfallen. Vom Zimt merke ich nicht sehr viel, ich habe nur wenig darüber gestreut. Eventuell kann man da etwas mehr dran tun. Danke für dieses tolle Rezept!
    Liebe Grüsse
    Jacqueline

  8. Jacqueline 20. September 2021 um 8:21 

    Danke Heike, ich berichte dann wie sie geworden sind 😁

  9. Jacqueline 19. September 2021 um 11:43 

    Hallo Heike
    Das Rezept hört sich gut an. Kann ich auch Zimmt oder vanille mit reingeben? Und wie lange halten sich die Zwetschgen ohne Zucker?
    Liebe Grüsse
    Jacqueline

    • Heike Straub (Rezeptteufel/in) 19. September 2021 um 17:01

      Hallo Jacqueline,

      Zimt oder Vanille hinzuzufügen ist eine leckere Idee. Allerdings muss man beachten, dass die Zwetschgen ohne Zugabe von Flüssigkeit eingeweckt werden und somit müssten die Aromaten sehr vorsichtig dosiert werden.
      Zu der Haltbarkeit: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die eingeweckten Zwetschgen auf jeden Fall 2 Jahre halten (da bei uns dieses Jahr die Zwetschgenernte ausgefallen ist habe ich erst letzte Woche ein Glas eingeweckte Zwetschgen aufgemacht und verarbeitet).

      Viele Grüße und gutes Gelingen
      Heike

  10. Matthias Korb 13. September 2021 um 0:36 

    Das klingt super interessant – ich werde mich mit den ersten „eigenen“ Zwetschgen daran probieren. Leider bin ich Anfänger ( gerade erst wieder auf’s Land gezogen ) . Für mich ist so eine Beitrag vollständig ,wenn Rookies wie ich die quer auf diese Seite einsteigen,einen kurzen Hinweis fänden, WIE man den grundsätzlich einkocht.

    • Heike Straub (Rezeptteufel/in) 15. September 2021 um 5:45

      Hallo Matthias,

      vom Prinzip mag es richtig sein, dass es interessant wäre wenn man „mal eben schnell“ neben dem Rezept erfahren würde wie man überhaupt einkocht. Nun, bis ein solcher Beitrag hier eingefügt wird hinterlasse ich einfach mal den Link zur Erklärung der Firma Weck: Das Einmaleins des Einkochens.

      Viele Grüße und gutes Gelingen
      Heike

  11. Bärbel 22. August 2020 um 16:45 

    Sehr lecker ! Die Gläser waren ratzfatz gefüllt, der Aufwand gering, ein Rezept, das ich wirklich empfehlen kann.

  12. Conny 23. Januar 2020 um 12:37 

    Das hört sich total gut an! Werde in diesem Jahr einige Rezepte ausprobieren und bin gespannt auf das Ergebnis. Hab letzte Woche zum Geburtstag von meiner Tochter einen Crock Pot 2,4 Ltr bekommen und mit ihren Rezepten incl. Umrechnung werde ich wohl Dies und Das probieren. Vielen Dank für die tollen Ideen und Tips.

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