Zwetschgen einkochen (trocken einwecken)

Zwetschgen ohne Flüssigkeitszugabe einkochen

Zwetschgen einkochen funktioniert wunderbar, indem sie „trocken“ eingekocht werden. Trocken bedeutet: ohne Zugabe von jeglicher Flüssigkeit wie z. B. Wasser, Zuckerwasser, Saft oder Ähnlichem.

Es ist auch nicht zwingend notwendig Zucker zu den Zwetschgen hinzuzufügen, da die reifen Früchte – unserer Meinung nach – an sich genug Fruchtzucker in sich tragen. Die eingeweckten Zwetschgen behalten ihre Form, sind jedoch unserer Erfahrung nach nicht mehr bissfest. Zwetschgen weisen einen mittleren bis hohen Pektingehalt (natürliches Geliermittel) auf und die Konsistenz des Saftes, den die Zwetschgen beim Einkochen verlieren, wird sirupartig.

Zwetschgen in der Saison trocken einkochen bedeutet den puren Fruchtgenuss außerhalb der Saison genießen.

Eingeweckte Zwetschgen schmecken pur „aus dem Glas“, als eine Art Kompott zu Joghurt, Vanilleeis, Milchreis, Grießbrei und Vanillepudding. Sie finden bei uns ihre Verwendung in selbst gemachtem winterlichem Zwetschgeneis und in allem, in dem gegarte Zwetschgen vorkommen. Für Zwetschgenkuchen verwenden wir jedoch grundsätzlich frische Früchte.

Zwetschge oder Pflaume? Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume und dennoch kommt es bei der Bezeichnung immer darauf an, in welcher Region man wohnt. Mein schöner Garten erklärt den Unterschied.

Schon seit einigen Jahren kochen wir Zwetschgen trocken ein und erhalten aus circa 2,5 kg Zwetschgen 6 Weckgläser mit 580 ml Volumen. Statt Weckgläser können auch Twist-of-Gläser mit Deckel (Schraubdeckelgläser) verwendet werden. Ebenso kann das Volumen der Gläser größer oder kleiner sein, die Einkochzeit bleibt gleich und verändert sich nicht. 

Bilder zum Rezept Zwetschgen einkochen

5 von 7 Bewertungen

Zwetschgen trocken einkochen

Zwetschgen einkochen bzw. einwecken ohne Flüssigkeitszugabe
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Vorbereitungszeit45 Minuten
Zeit gesamt1 Stunde 15 Minuten
Einkochen im Einkochautomat 30 min bei 100 °C

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Menge / Portionen:6 Gläser zu je 580 ml Volumen
Zutaten
  • 2,5 kg Zwetschgen
Spezielles Zubehör
  • Weckläser inkl. Gummiringe und Klammern
  • Twist-of-Gläser mit Deckel (Schraubdeckelgläser)
Anleitung
Gläser vorbereiten
  • Die Gläser und Deckel in kochendem Wasser sterilisieren und kopfüber auf ein sauberes Küchentuch stellen.
    Es genügt allerdings auch, die Gläser z. B. in der Spülmaschine durchlaufen zu lassen.
    Bei Verwendung von Weckgläsern werden die Gummiringe in Wasser mit etwas Essig ausgekocht.
Zwetschgen vorbereiten
  • Die Zwetschgen gründlich waschen, abtrocken und danach eventuell vorhandene Stiele von den Früchten entfernen.
    Die Früchte an der Einkerbung entlang mit einem Messer rundherum bis zum Stein einschneiden. Die angeschnittenen Hälften gegeneinander drehen und dabei das Fruchtfleisch vom Stein lösen.
    Bei großen Mengen lohnt es sich das Entfernen des Steins mittels eines speziellen Entsteiners (Pflaumenentsteiner) vorzunehmen und die Zwetschgen danach in zwei Hälften zu schneiden.
Gläser befüllen und einkochen
  • Die Zwetschgenhälften mit der Schnittfläche nach unten in das Einmachglas geben und möglichst eng übereinanderstapeln. Das Einmachglas oder Weckglas sollte bis zum oberen Rand gefüllt werden.
    Den Rand der Gläser säubern und mit den Deckeln (bei Weckgläsern mit Gummi, Deckeln und Klammern) verschließen.
    30 Minuten bei 100 °C im Einkochautomaten oder Topf einkochen. 
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Rezept Bewertung




8 Kommentare
  1. Jacqueline :

    Liebe Heike
    So, meine Zwetschgen sind eingekocht. Ich habe sie im Ofen eingekocht und war etwas verunsichert weil nichts geblubbert hat. Und jetzt musste ich natürlich sofort ein Glas öffnen um festzustellen, wie sie geworden sind. Sie sind wirklich sehr gut und sind nicht in ein Mus zerfallen. Vom Zimt merke ich nicht sehr viel, ich habe nur wenig darüber gestreut. Eventuell kann man da etwas mehr dran tun. Danke für dieses tolle Rezept!
    Liebe Grüsse
    Jacqueline5 stars

  2. Jacqueline :

    Danke Heike, ich berichte dann wie sie geworden sind 😁

  3. Jacqueline :

    Hallo Heike
    Das Rezept hört sich gut an. Kann ich auch Zimmt oder vanille mit reingeben? Und wie lange halten sich die Zwetschgen ohne Zucker?
    Liebe Grüsse
    Jacqueline

    1. Heike Straub (Rezeptteufel/in) :

      Hallo Jacqueline,

      Zimt oder Vanille hinzuzufügen ist eine leckere Idee. Allerdings muss man beachten, dass die Zwetschgen ohne Zugabe von Flüssigkeit eingeweckt werden und somit müssten die Aromaten sehr vorsichtig dosiert werden.
      Zu der Haltbarkeit: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die eingeweckten Zwetschgen auf jeden Fall 2 Jahre halten (da bei uns dieses Jahr die Zwetschgenernte ausgefallen ist habe ich erst letzte Woche ein Glas eingeweckte Zwetschgen aufgemacht und verarbeitet).

      Viele Grüße und gutes Gelingen
      Heike

  4. Matthias Korb :

    Das klingt super interessant – ich werde mich mit den ersten „eigenen“ Zwetschgen daran probieren. Leider bin ich Anfänger ( gerade erst wieder auf’s Land gezogen ) . Für mich ist so eine Beitrag vollständig ,wenn Rookies wie ich die quer auf diese Seite einsteigen,einen kurzen Hinweis fänden, WIE man den grundsätzlich einkocht.

    1. Heike Straub (Rezeptteufel/in) :

      Hallo Matthias,

      vom Prinzip mag es richtig sein, dass es interessant wäre wenn man „mal eben schnell“ neben dem Rezept erfahren würde wie man überhaupt einkocht. Nun, bis ein solcher Beitrag hier eingefügt wird hinterlasse ich einfach mal den Link zur Erklärung der Firma Weck: Das Einmaleins des Einkochens.

      Viele Grüße und gutes Gelingen
      Heike

  5. Bärbel :

    Sehr lecker ! Die Gläser waren ratzfatz gefüllt, der Aufwand gering, ein Rezept, das ich wirklich empfehlen kann.

  6. Conny :

    Das hört sich total gut an! Werde in diesem Jahr einige Rezepte ausprobieren und bin gespannt auf das Ergebnis. Hab letzte Woche zum Geburtstag von meiner Tochter einen Crock Pot 2,4 Ltr bekommen und mit ihren Rezepten incl. Umrechnung werde ich wohl Dies und Das probieren. Vielen Dank für die tollen Ideen und Tips.